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Organe / Erkrankungen
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BRUST
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Gutartige Knoten
Wenn Sie bei der Selbstuntersuchung Ihrer Brust oder ihr(e) Frauenärztin/Frauenarzt bei der Vorsorge einen Knoten in Ihrer Brust oder einen vergrößerten Lymphknoten in der Achselhöhle bemerkt hat, stellt sich schnell die Angst vor einem bösartigen Befund, d.h. einem Brustkrebs ein. Nun sollte schrittweise vorgegangen werden, um zu einer genauen und dennoch schnellen Diagnose zu kommen. Neben der klinischen Untersuchung durch Ihre(n) Frauenärztin/Frauenarzt wird dann eine bildgebende radiologische Diagnostik erforderlich: zunächst Mammographie, sinnvollerweise ergänzt durch einen Brustultraschall. In speziellen Fällen kann auch eine Kernspintomographie der Brust erforderlich werden. Diese wichtigen diagnostischen Schritte können allesamt im Brustzentrum unseres Klinikums durchgeführt werden. Dazu und über weiterführende diagnostische Maßnahmen erhalten Sie ausführlichere Informationen auf unserer Internetseite des Brustzentrums.
Verdächtige Befunde aber auch klar gutartige Befund (wie z.B. schmerzhafte Fibroadenome, Zysten etc.) werden so schonend wie möglich therapiert. In der Regel genügt ein kleiner Schnitt, der direkt über dem Knoten in einem Bogen gesetzt wird, aus, um den verdächtigen Bezirk zu entfernen. Das entnommene Gewebe wird sofort unserer pathologischne Abteilung im Hause zugeleitet, sodass Sie so schnell als technisch möglich über den Befund informiert werden können.
Entzündungen (Mastitis)
Die Mastitis ist eine meist bakteriell verursachte Entzündung der weiblichen Brustdrüse bzw. Milchdrüse (griech. Mastos). In der Regel findet man eine Mastitis bei stillenden Müttern (Mastitis puerperalis), häufig etwa in der 2. Woche nach der Geburt. Oft werden Antibiotika notwendig. Reife Abszesse müssen inzidiert und drainiert werden. Eine Mastitis außerhalb des Wochenbettes ist selten (sog. Mastitis non puerperalis). In diesen Fällen sollte nach Abklingen der Entzündung der Ausschluss eines Malignoms (bösartige Veränderung) erfolgen. Auch bei der Mastitis non peurperalis müssen Abzesse häufig chirurgisch therapiert werden. Eine weitere Therapieoption in beiden Fällen kann eine alleinige Drainageeinlage durch die Kollegen der Radiologie sein. Eine stationäre Therapie mit Antibiotikainfusionen ist häufig (gerade bei hohem Fieber) notwendig.
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EIERSTOCK
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Entzündungen (Adnexitis)
Akute oder chronische Entzündungen am Eierstock werden zunächst mit einem Antibiotikum therapiert und erfordern je nach Stärke der Schmerzen und der Entzündung eine stationäre Therapie. Sollte sich eine eitrige Entzündung, ein sogenannter "Abszess" an einem oder an beiden Eierstöcken gebildet haben, ist meist eine Operation unumgänglich, um eine lebensbedrohliche Ausbreitung der Entzündung auf die Bauchhöhle zu verhindern. Diese Operation wird normalerweise als Bauchspiegelung durchgeführt. Ist der Eierstock ganz oder teilweise zerstört, muss dieser Teil bzw. der ganze Eierstock entfernt werden. Typische Zeichen einer Adnexitis können vermehrter, teilweise übelriechender vaginaler Ausfluss, Fieber sowie Schmerzen (vor allem beim Geschlechtsverkehr) sein. Nicht selten sehen wir dieses Krankheitsbild bei einer liegenden Spirale, diese muss dann in aller Regel entfernt werden.
Gutartige Tumore (Knoten, Zysten)
Die häufigsten gutartigen Vergrößerungen am Eierstock sind flüssigkeitsgefüllte Blasen, sogenannte Zysten. Diese treten bei jeder gesunden Frau im gebärfähigen Alter auf und sind bis zu einer bestimmten Größe, solange sie keine Schmerzen verursachen und im Ultraschall nicht als verdächtig eingestuft werden, harmlos. In den abklärungsbedürftigen Fällen erfolgt die Therapie im Normalfall als Bauchspiegelung. Außer den Zysten gibt es auch noch andere gutartige Tumore (Knoten). Hierzu zählen z.B. Teratome, Fibrome oder (gerade in höherem Alter) Kystome. Gerade große Zysten oder Tumore bergen die Gefahr einer Stieldrehung und sollten schon allein deshalb operativ therapiert werden.
Eileitererkrankungen
Entzündungen oder Flüssigkeisansammlungen können auch isoliert an den Eileitern auftreten. Gerade chronische Entzündungen können zur Unfruchtbarkeit führen (Verklebung der Eileiter und Störung des Eitransportes). Eine potentiell lebensbedrohliche Erkrankung stellt die sogennante Eileiterschwangerschaft dar. Auch sie wird zumeist durch eine Bauchspiegelung therapiert und führt häufig zur Entfernung des betreffenden Eileiters.
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ENDOMETRIOSE
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Endometriose beschreibt die gutartige Wucherung von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutter (Uterushöhle).
Die Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Etwa 10% aller Frauen erkranken in den Jahren zwischen Pubertät und Wechseljahren.
Genau wie die normale Gebärmutterschleimhaut verändert sich auch die Endometriose hormonabhängig während des Menstruationszyklus. Die Endometriose befällt meist den unteren Bauchraum / Beckenraum und häufig dabei auch die Eierstöcke. Ausbreitungen auf Scheidenwand und Darm sind nicht selten. Viele Frauen, die ungewollt kinderlos bleiben, erfahren erst im Rahmen der Ursachenforschung (Sterilitätsdiagnostik) von ihrer Endometriose.
Eine sichere Diagnose ist ausschließlich durch einen operativen Eingriff in Vollnarkose, meist in Form einer Bauchspiegelung (Laparoskopie), möglich. Endometrioseherde können hierbei mit Wärme oder durch Ausschneiden entfernt werden. Verwachsungen können gelöst, Endometriosezysten entfernt und die Eileiterdurchgängigkeit geprüft werden. Bei großflächigem, evtl. nicht komplett operablem Befund kann auch eine Hormontherapie angewandt werden. Bei dieser Therapie wird das Auftreten der Menstruation mehrere Monate lang unterdrückt, was ein "Eintrocknen" der Herde und eine Verringerung der Schmerzen bewirkt, dabei allerdings auch Symptome der Menopause (Wechseljahre) auslösen kann.
Rückfälle sind bei allen Behandlungsmethoden häufig. In besonders schweren Fällen ohne Kinderwunsch bringt erst die Entfernung der Gebärmutter und vor allem der Eierstöcke definitive Linderung – dies führt jedoch zu einer verfrühten Menopause, mit den bekannten Problemen wie Hitzewallungen und Osteoporoserisiko.
Schmerzlindernde Medikamente sind z.B. Buscopan, Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen oder andere Cox-Hemmer. Homöopathie oder Akupunktur können bei leichteren Schmerzen helfen. Die effektivste Schmerzreduzierung ist allerdings im Allgemeinen nur durch eine Operation zu erzielen.
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GEBÄRMUTTER
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Gebärmutterblutungen bzw. Veränderungen der Schleimhaut der Gebärmutter
Bei übermäßig starken Blutungen - vor oder nach den Wechseljahren - bzw. auffälligen Befunden an der Schleimhaut der Gebärmutter (Hyperplasie, Polyp) oder des Gebärmutterhalses gibt es unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Wichtig ist zunächst eine gründliche körperliche Untersuchung und ein gynäkologischer Ultraschall, um gerade nach den Wechseljahren eine bösartige Erkrankung oder einen übermäßigen Blutverlust auszuschließen.
Therapiemöglichkeiten erstrecken sich von hormoneller Therapie über Minimaleingriffe bis hin zu einer Entfernung der Gebärmutter auf unterschiedliche Art und Weise. Im Falle einer bösartigen Erkrankung (z.B. der Gebärmutterschleimhaut oder des Gebärmutterhalses) ist eine deutlich intensivere Therapie nötig. Im Falle von auffälligen Befunden am Gebärmutterhals (auffälliger PAP) ist je nach Befund eine Gewebeentnahme notwendig.
Gebärmuttersenkung bzw. Vorfall
Im Falle einer Gebärmuttersenkung bzw. eines Gebärmuttervorfalls (Prolaps) hängt die zu empfehlende Therapie vom jeweiligen Befund ab. Sind Blase oder Darm mitbeteiligt? Ist ein gesundheitliches Risiko zu erwarten? Ist das Leben der Patientin beeinträchtigt? Um all dies entscheiden zu können ist ein ausführliches Beratungsgespräch sowie eine eingehende Untersuchung notwendig.
Für eine ausführliche Erklärung der Therapiemöglichkeiten verweisen wir auf den Bereich Inkontinenz und Senkung dieser Internetseite.
Gebärmuttermyome (gutartige Knoten der Gebärmuttermuskulatur)
Myome betreffen jede dritte bis vierte Frau jenseits des 30. Lebensjahres. Myome, die keine Beschwerden machen, können mittels Ultraschall beobachtet werden. Myome, die Beschwerden verursachen, sollten chirurgisch entfernt werden. Dabei hat sich die Endoskopie bewährt.
Myomtherapie
Hierbei kommen mehrere Möglichkeiten in Betracht:
Entfernung der Myome (Myomenukleation) unter Erhalt des Uterus. Durch entweder eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) bei direkt unter der Schleimhaut liegenden Myomen oder über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie). Hierbei wird jeweils die Gebärmutter erhalten und kann, gerade im gebärfähigen Alter, ihre Funktion weiterhin erfüllen.
Entfernung des Uterus: Auch hierbei kommen verschiedene Möglichkeiten in Betracht. Eine Option ist die Entfernung von der Scheide aus. Vorteil ist, dass keine "Bauchoperation" notwendig wird. Hierbei stellt die Größe der Gebärmutter einen limitierenden Faktor dar. Desweiteren kann die Operation als Bauchspiegelung (Laparaskopie) erfolgen. Entweder als Operation mit Erhalt des Gebärmutterhalses oder als Kombination mit der Operation von der Scheide aus zur kompletten Entfernung. Die letzte Möglichkeit liegt in einem Bauchschnitt, wobei der Gebärmutterhals entweder erhalten oder entfernt werden kann.
Beim Erhalt des Gebärmutterhalses ist zu beachten, dass die jährlichen Krebs-Kontrollabstriche (PAP) weiterhin notwendig sind.
Neben der Operation gibt es die Möglichkeit, auf hormonellem Wege (mit GnRH-Analoga) eine Rückbildung der Muskelgeschwülste zu erreichen. Die Präparate können einige Nebenwirkungen haben, z.B. Abfall des Hormonspiegels auf Werte wie in den Wechseljahren mit dazugehörigen Symptomen.
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VULVA / VAGINA
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Sonstiges
Im Falle von Infektionen (Herpes genitalis, Pilzinfektion, Bartholin-Abszess etc.), Verletzungen des Genitales, Lichen sclerosus oder dem Wunsch nach Schamlippenkorrektur werden wir Sie gerne beraten. Wenden Sie sich im Notfall jederzeit an die Notaufnahme oder tagsüber an unsere gynäkologische Ambulanz.
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