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Erkrankungen
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BRUSTKREBS (Mammakarzinom)
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Wenn Sie bei der Selbstuntersuchung Ihrer Brust eine Auffälligkeit bemerkt haben oder Ihr(e) Frauenarzt/Frauenärztin bei der Vorsorgeuntersuchung einen Knoten in Ihrer Brust oder einen vergrößerten Lymphknoten in der Achselhöhle festgestellt hat, stellt sich meist schnell die Angst vor einem bösartigen Befund, einem Brustkrebs ein. Nun sollte schrittweise vorgegangen werden, um zu einer genauen und dennoch schnellen Diagnose zu kommen. Neben der klinischen Untersuchung wird eine bildgebende radiologische Diagnostik erforderlich: zunächst eine Mammographie sowie einen Brustultraschall. In speziellen Fällen kann auch eine Kernspintomographie der Brust erforderlich werden. Diese wichtigen diagnostischen Schritte können allesamt im Brustzentrum unseres Klinikums durchgeführt werden. Wir halten eine gesonderte Brustsprechstunde bereit. Hierzu sowie auch über weiterführende diagnostische Maßnahmen erhalten Sie ausführlichere Informationen auf unserer Internetseite unter Brustzentrum.
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EIERSTOCKSKREBS (Ovarialkarzinom)
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Der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist das zweithäufigste Karzinom der inneren weiblichen Geschlechtsorgane. Insgesamt ist es das fünfthäufigste Karzinom der Frau.
Gibt es frühe Symptome beim Ovarialkarzinom? Es gibt leider keine Frühsymptome für das Auftreten eines Ovarialkarzinoms. Spätsymptome können sein: Zunahme des Leibesumfangs, diffuse Bauchschmerzen, gelegentlich mit Verstopfungsbeschwerden. Daher werden nur etwa 30 % aller Ovarialkarzinome in frühen Stadien entdeckt.
Was gibt es für Screening-Methoden beim Ovarialkarzinom? Die normale gynäkologische Untersuchung einschließlich Ultraschalluntersuchung von der Scheide und von der Bauchdecke ausgehend, sowie die Bestimmung von Tumormarkern aus dem Blut haben sich in Studien als nicht sehr effektiv ergeben. Auffällige große Zysten im Eierstockbereich, eine im Ultraschall unregelmäßige Begrenzung der Zyste, Nachweis von gewebedichten Anteilen an der Zystenwand, Nachweis von Bauchwasser stellen eine Risiko für das Vorliegen eines Ovarialkarzinoms dar. Die Dopplersonographie, eine Darstellung der Durchblutung im Gewebe, welche auch in unserer Klinik möglich ist, kann durch Nachweis einer erhöhten Durchblutung des Eierstocktumors/zyste zusätzliche Hinweise liefern. Sollte bei Ihnen der Verdacht auf ein Ovarialkarzinom geäußert worden sein, wird sich Wunsch aufdrängen, möglichst rasch und kompetent über alle therapeutischen Möglichkeiten bei der Behandlung des Ovarialkarzinoms in Ihrem speziellen Fall beraten zu werden und auch möglichst umgehend stationär in einer Klinik zum Beginn der Therapie aufgenommen zu werden.
Dabei soll diese Klinik nach den aktuellsten Therapiestandards arbeiten, eine möglichst komplette apparative Austattung aufweisen, große Erfahrung auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie des Ovarialkarzinoms mitbringen und Ihnen durch enge Zusammenarbeit aller an diesem Thema beteiligten Abteilungen des Hauses die bestmögliche Behandlung in Ihrer Situation ermöglichen. Da unsere Klinik fest in das Tumorzentrum am Klinikum Augsburg integriert ist, sind alle diese Anforderungen erfüllt. Die Behandlung, beginnend bei der Diagnosestellung, über die operative Therapie, der eventuell erforderlichen Chemotherapie bis hin zur Vermittlung einer Anschlussheilbehandlung nach abgeschlossener Behandlung, unter dem Dach einer Klinik sichert Ihnen kontinuierliche Betreuung aus einer kompetenten Hand zu.
Welche Diagnostik wird bei Verdacht auf ein Ovarialkarzinom durchgeführt? Durch eine Ultraschalldiagnostik kann bei guten Untersuchungsbedingungen die Tumorausdehnung abgeschätzt, nach vergrößerten Lymphknoten oder Bauchwasser (Aszites) im Bauchraum gesucht und die Menge abgeschätzt sowie eventuell eine Punktion mit Entnahme von Aszites zur Untersuchung auf Karzinomzellen durchgeführt werden. Zudem können Leber, Nieren und Milz auf Lebermetastasen oder Nierenstau untersucht werden. Auch die Computertomographie hat hier ihre Stärken, v.a. bei der Beurteilung von Lymphknotenmetastasen. Die Kernspintomographie (MRT) kann bei der Operationsplanung durch die Beurteilung einer möglichen Infiltration, d.h. das Einwachsen des Tumors in Nachbarorgane wie Harnblase, Dünn- oder Dickdarm, helfen. Sollte ein solcher Verdacht geäußert werden, folgt in der Regel eine Spiegelung (Endoskopie) der betreffenden Organe, also eventuell Blasen- oder Darmspiegelung. Das mögliche Ausbreitungsmuster des Ovarialkarzinoms auf Nachbarorgane wie Blase oder Darm macht die Wichtigkeit einer sorgfältigen Operationsplanung und einer interdisziplinären Betreuung (Gynäkologie, Chirurgie, Innere und Urologie) überaus deutlich. Darüberhinaus werden Tumormarker im Blut der Patientin bestimmt, welche hinweisgebend auf das Vorliegen eines bösartigen Eierstocktumors sein können, die aber v.a. wichtige Verlaufs- und Prognoseparameter nach der Operation sowie unter und nach einer Chemotherapie darstellen.
Wie wird die Therapie aussehen? Ziel der operativen Therapie stellt die möglichst vollständige Entfernung allen Tumorgewebes oder die maximale Tumorreduktion dar. Dazu wird in aller Regel bei ausgedehnten Eingriffen der Darm vollständig vor der Operation durch Spülung gereinigt, falls ein Darmeingriff erforderlich wird, und sicherheitshalber vor der Operation die Harnleiter, welche von beiden Nieren entlang der Beckenwände zur Harnblase verlaufen, durch die Urologie des Hauses mit sog. "Splints" geschient. Dies bedeutet, dass von einer Blasenspiegelung ausgehend zwei dünne Kunststoffröhrchen durch die Harnleiter bis zur Niere vorgeschoben werden, sodass die Harnleiter während der Operation sicherer durch den Operateur zu identifizieren und zu schonen sind. Gerade bei schwierigen Operationsbedingungen kann dies zur Vermeidung von Komplikationen und Erleichterung der Operation dienen. Ausgehend von einem Unterbauchlängsschnitt wird die Gebärmutterentfernung mit Entfernung beider Eierstöcke und Eileiter mitsamt des Tumors durchgeführt. Zudem wird zuvor eventuell vorhandenes Bauchwasser zur Untersuchung auf Tumorzellen entnommen. Darüberhinaus werden die Lymphknoten des Beckens- und der Region um die Hauptschlagader herum bis zum Abgang der Nierengefäße entfernt (pelvine und paraaortale Lymphonodektomie), das große Bauchnetz unterhalb des Magens abgesetzt. Eventuell kann auch die Entfernung großer Teile oder nahezu des gesamten Bauchfells bis zur Zwerchfellkuppel erforderlich sein, um sichtbare Tumorfreiheit zu erreichen. Dazu können auch Eingriffe an Harnblase und/oder Darm notwendig sein.
Außer in sehr frühen Tumorstadien ist in den allermeisten Fällen eine Chemotherpie nach erfolgter Operation erforderlich. Es handelt sich meist um platinhaltige Chemotherapeutika, in vielen Fällen kombiniert mit z.B. Paclitaxel (Taxol®). Aber auch gerade neuere Einzelsubstanzen zeigen auch bei fortgeschrittenen Stadien gute Wirksamkeit.
In manchen Fällen muß einer Operation eine Chemotherapie vorangestellt werden, wenn durch eine sofortige Operation nach Diagnosestellung keine Tumorfreiheit oder gute Tumorverkleinerung erreicht werden kann. Dann wird oftmals primär eine Bauchspiegelung zur Diagnosesicherung mit Entnahme von Gewebsproben und Fotodokumentation der Tumorausdehnung durchgeführt. Zeigt sich nach der anschließenden Chemotherapie eine gute Rückbildung des Ovarialkarzinoms in der Bildgebung, wird dann in einer "Komplettierungs"- Operation o.g. Ziel der weiteren Tumorreduktion bzw. Erreichung der sichtbaren Tumorfreiheit angestrebt. Die Hormontherapie spielt nur eine sehr untergeordnete Rolle bei der Therapie des Ovarialkarzinoms, da sie nur Ansprechraten von 3 - 10 % erreichen. Die Strahlentherapie zeigt zwar bei kleinen Tumorresten recht gute Ansprechraten, wird aber durch eine recht hohe Nebenwirkungsrate wie ausgeprägte Verwachsungsbildung der Darmschlingen, welche Folgeoperationen erheblich erschwert, sowie Spätfolgen wie Durchfälle und Ausbildung einer Strahlenblase in den Hintergrund gedrängt.
Parallel zur medizinischen Betreuung ist in unserer Klinik ein psychoonkologischer Dienst eingerichtet worden, der sowohl stationären als auch ambulanten Tumorpatientinnen zur Unterstützung zur Verfügung steht und dankbar angenommen wird.
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GEBÄRMUTTERKREBS (Endometriumkarzinom)
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Krebs der Gebärmutterschleimhaut - Endometriumkarzinom Das Karzinom der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ist ein Tumor, der bei eher älteren Patientinnen jenseits der Wechseljahre vor allem durch anhaltende hormonelle Stimulation entsteht. Die Prognose dieses Karzinoms ist jedoch relativ gut, da auf Grund einer in aller Regel früh gestellten Diagnose das Endometriumkarzinom zumeist noch auf die Gebärmutter begrenzt ist. Das führende Symptom ist die Blutung aus der Scheide, insbesondere die Blutung nach den Wechseljahren, die Postmenopausenblutung. Aber auch vor der Menopause kann sich bei jüngeren Patientinnen hinter einer zwischen den normalen Periodenblutungen auftretenden irregulären Blutung in sehr seltenen Fällen einmal ein Endometriumkarzinom verbergen. Der Beweis bzw. Ausschluss eines Endometriumkarzinoms wird in einer kurzen Narkose durch die fraktionierte Abrasio gestellt, eine getrennte Ausschabung von Gebärmutterhals- und Gebärmutterhöhlenschleimhaut. Kombiniert wird in unserer Klinik der Eingriff mit einer sog. "Hysteroskopie" (Gebärmutterspiegelung). Dadurch wird die Treffsicherheit der genauen Befunderfassung erhöht. Dieser Eingriff ist in aller Regel auf Wunsch der Patientin auch ambulant tageschirurgisch in Kurznarkose möglich.
Sollte bei Ihnen der Befund eines Endometriumkarzinoms erhoben worden sein, erwarten Sie von einer Klinik, die nach den aktuellsten Therapiestandards arbeitet, eine möglichst komplette apparative Austattung, große Erfahrung auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie des Endometriumkarzinoms und eine enge Zusammenarbeit aller an diesem Thema beteiligten Abteilungen des Hauses, um so die bestmögliche Behandlung in Ihrer Situation zu ermöglichen. Da unsere Klinik fest in das Tumorzentrum am Klinikum Augsburg integriert ist, sind alle diese Anforderungen in unserer Klinik erfüllt.
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GEBÄRMUTTERHALSKREBS (Zervixkarzinom)
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Krebs des Gebärmutterhalses - Zervixkarzinom Der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist das dritthäufigste Karzinom der inneren weiblichen Geschlechstsorgane. Humane Papillomviren (HPV) sind der bedeutendste Risikofaktor (HPV 16, 18, 31, 33 und 35).
Wie wird ein Zevixkarzinom behandelt? Wurde bei Ihnen durch einen Abstrich am und im Gebärmutterhals der Verdacht auf ein Zervixkarzinom oder eine Vorstufe geäußert, muss zunächst eine Diagnosesicherung entweder durch Entnahme kleiner Gewebsproben vom äußeren Muttermund, in aller Regel jedoch durch eine kegelförmige Muttermundsumschneidung, der sogenannten "Konisation", mit einer "fraktionierten Abrasio", d.h. getrennter Ausschabung der Schleimhaut von Gebärmutterhals- und Gebärmutterhöhle, in einer kurzen Operation erfolgen. Mitunter wird nach Diagonsesicherung eine sogenannte neoadjuvante Chemotherapie (evtl. in Kombination mit einer Bestrahlung) notwendig. Diese wird einer Operation bei fortgeschrittenen, zunächst nicht operablen Tumoren vorangestellt. Dadurch soll eine Tumorverkleinerung erreicht werden, um eine bessere Ausgangssituation für die weitere Therapie zu schaffen. Das Ziel ist, wann immer möglich, eine Totaloperation zur kompletten Entfernung des Tumors (Wertheim-Meigs-OP). Als Anschlusstherapie kommen Chemotherapie und/oder Bestrahlung (teilweise kombiniert) in Betracht (s.o.). Der Prozess der Ausbildung eines letztendlich invasiv-wachsenden Karzinoms kann mehrere Jahre in Anspruch nehmen. In diesem Zusammenhang soll auf die Wichtigkeit regelmäßiger gynäkologischer Vorsorgeuntersuchungen hingewiesen werden, welche durch Zellabstriche der Muttermundsoberfläche und des Gebarmutterhalskanals (Portio-Zytologie) o.g. Veränderungen schon im Frühstadium erfassen und damit einer möglichen Heilung zuführen können. Mitunter ist bei auffälligen Abstrichergebnissen eine zusätzliche Untersuchung im Abstrichmaterial auf humane Papillomviren und HPV-Typisierung (s.o.) sinnvoll.
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VULVAKARZINOM
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Das Vulvakarzinom ist ein eher seltener gynäkologischer Tumor des äußeren Genitale, der nur etwa 5 % der bösartigen weiblichen genitalen Tumore ausmacht. Es ist ein Tumor der älteren Patientin, der Altersgipfel der Erkrankung liegt bei etwa 65 Jahren. In 90 % der Fälle handelt es sich um ein sog. Plattenepithelkarzinom, also ein Tumor der oberflächlichen Hautschicht. Ursächlich werden auch hier, ähnlich wie beim Zervixkarzinom, humane Papillomviren diskutiert, meist HPV-Viren der Typen 16 und 18, zudem kann auch das Herpes simplex-Virus Typ II, ein Lichen sclerosus und eine frühere Bestrahlung als zusätzlicher Faktor beteiligt sein. Meist geht der Tumorerkrankung ein oft jahrelanger, chronischer Juckreiz voraus, welcher durch Salbenbehandlungen nicht gebessert werden konnte, schließlich zeigen sich rötliche, leicht erhabene Flecken oder derbe Bezirke der Genitalhaut. Fortgeschrittenere Befunde zeigen kleinere Knotenbildungen, blumenkohlartig vorwachsende, nässende Tumore, zentrale Geschwüre, nicht selten bereits vergrößert tastbare Leistenlymphknoten. Wird die Diagnose Vulvakarzinom, meist durch Entnahme einer kleinen Gewebeprobe, bei Ihnen erhoben, wird sich der Wunsch aufdrängen, möglichst rasch und kompetent über alle therapeutischen Möglichkeiten bei der Behandlung des Vulvakarzinoms in Ihrem speziellen Fall beraten zu werden und auch möglichst umgehend stationär in einer Klinik zum Beginn der Therapie aufgenommen zu werden. Dabei soll diese Klinik möglichst nach den aktuellsten Therapiestandards arbeiten, eine möglichst komplette apparative Austattung aufweisen, große Erfahrung auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie des Vulvakarzinoms mitbringen und Ihnen durch enge Zusammenarbeit aller an diesem Thema beteiligten Abteilungen des Hauses die bestmögliche Behandlung in Ihrer Situation ermöglichen. Da unsere Klinik fest in das Tumorzentrum am Klinikum Augsburg integriert ist, sind alle diese Anforderungen in unserer Klinik erfüllt. Die Behandlung, beginnend mit der Diagnosestellung, über die operative Therapie, der eventuell erforderlichen Strahlentherapie bis hin zur Durchführung der regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen nach abge- schlossener Behandlung , unter dem Dach einer Klinik sichert Ihnen kontinuierliche Betreuung aus einer kompetenten Hand zu.
Wie wird das Vulvakarzinom behandelt? Bevor eine operative Therapie des Vulvakarzinoms angestrebt wird, wird durch eine klinisch-gynäkolgische Untersuchung einschließlicher vaginaler Ultraschalluntersuchung und weiterer bildgebender Diagnostik die Ausdehnung der Erkrankung ermittelt. Dazu gehört in aller Regel auch eine Spiegelung der Harnblase und des Enddarms, um eine Infiltration durch das Vulvakarzinom auszuschließen. Wichtig ist die praeoperative Beurteilung der Leisten- und Beckenlymphknoten, da es schon relativ frühzeitig zu einer Ausbreitung des Karzinoms zunächst in die Leisten und danach auch in die Beckenlymphknoten kommen kann. Dies kann durch Ultraschall- und Kernspintomographieuntersuchungen in unserer Klinik erfolgen.
Standardtherapie ist die sogenannte radikale Vulvektomie, d.h. komplette Entfernung des Hautmantels des äußeren Genitale einschließlich großer und kleiner Schamlippe beidseits, bis unterhalb des Scheideneingangs und nach vorne bis zum Schambeinhügel reichend unter Belassung der Scheide und der Harnröhrenöffnung. Zudem gehört dazu auch die Ausräumung der Leistenlymphknoten beidseits. Bei kleinen Befunden unter 1 cm Durchmesser und unter 5 mm Eindringtiefe kann auch eine großzügige Entfernung mit einem großen Sicherheitssaum gesunden Gewebes von etwa 3 cm ausreichend sein oder aber eine nur einseitige Vulvektomie. Bei in der Bildgebung unauffälligen Leistenlymphknoten führen wir in unserer Klinik in enger Zusammenarbeit mit der nuklearmedzinischen Klinik des Hauses auch die Operation des Wächterlymphknotens beim Vulvakarzinom durch, analog zum Vorgehen beim Mammakarzinom (Sentinel-Lymphknoten). Dabei wird der Tumor mit einer radioaktiven Substanz umspritzt und nur der für die Leistenlymphknotenregion repräsentative, meistspeichernde Lymphknoten mit Hilfe der Gamma-Sonde in der Operation aufgesucht und selektiv entfernt. Ist dieser Lymphknoten tumorfrei, kann auf die Ausräumung der nachfolgenden Leistenlymphknoten verzichtet und damit die Radikalität eingeschränkt und Komplikationsrate der Operation reduziert werden.
Neben der operativen Therapie hat auch die Strahlentherapie bei der Behandlung des Vulvakarzinoms ihren Stellenwert bei ausgedehnten, nicht oder nur knapp im Gesunden entfernten Karzinomen, Befall von Lymphbahnen oder befallenen Leistenlymphknoten und primär nicht operablen Vulvakarzinomen.
Eine chemotherapeutische Behandlung spielt aufgrund schlechter Ansprechraten beim vulvären Karzinom eine nur sehr untergeordnete Rolle. Parallel zur medizinischen Betreuung ist in unserer Klinik ein psychoonkologischer Dienst eingerichtet worden, der sowohl stationären als auch ambulanten Tumorpatientinnen zur Unterstützung zur Verfügung steht und dankbar angenommen wird.
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Therapien
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OPERATION
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CHEMOTHERAPIE
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In der Regel wird eine Chemotherapie in unserer Klinik ambulant durchgeführt. Die unterschiedlichen Therapievarianten werden persönlich auf Sie zugeschnitten. Selbst bei ein und derselben Krankheit gibt es meist viele verschiedene Möglichkeiten einer Chemotherapie. Die gewählte Therapie hängt von ihren ganz speziellen Befunden ab und beruht auf internationalen Studien sowie Leitlinien.
Teilnahme an Studien Sollte für Ihren speziellen Fall eine Teilnahme an einer Studie in Frage kommen, werden wir Sie darauf ansprechen. Diese Studien beruhen meist auf dem Prinzip einer Therapieerweiterung. Oft kommen hierbei Kombinationen von Medikamenten zum Einsatz, die auf ihre Wirkungsverstärkung untersucht werden. Während dieser Zeit auch danach wird Ihre Therapie von einem unserer Ärzte zusätzlich überwacht und organisiert.
Rund um die Uhr gut versorgt Während Ihrer Therapie stehen rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche kompetente Ansprechpartner bei Problemen zu Ihrer Verfügung. Außerhalb der üblichen Arbeitszeiten (ab 16:00 Uhr) wenden Sie sich bitte an die Notaufnahme. Einer unserer Ärzte wird sich dort um Sie kümmern.
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STRAHLENTHERAPIE
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Bösartige Tumore werden sehr häufig bestrahlt; oft auch in Kombination mit anderen Behandlungsverfahren wie Operation und Chemotherapie. Dabei nutzt man die Tatsache aus, dass Tumorgewebe meist strahlenempfindlicher ist als das umgebende Normalgewebe. Die Heilwirkung erfordert hohe Dosen von 20 - 100 Gray je nach Art des Tumors. Um die Nebenwirkungen gering zu halten, wird die Bestrahlung auf viele tägliche Einzeldosen aufgeteilt (Fraktionierung) und über mehrere Wochen verabreicht (Protrahierung). Symptomlindernde Behandlungen für unheilbare Patienten können kürzer sein. Mit modernen Strahlentherapieverfahren können heutzutage stadienabhängig in Kombination mit Chirurgie und Chemotherapie eine Vielzahl von Tumorerkrankungen gut behandelt werden. Als Beispiele können Brustkrebserkrankungen oder der Enddarmkrebs genannt werden. Ein besonderer Vorteil ist die Tatsache, dass durch eine Strahlentherapie ein Organerhalt auch in Situationen, bei denen die Erkrankung schon relativ weit fortgeschritten ist, möglich bleibt. Hier kann vor allem die Kombination von Strahlentherapie mit einer Chemotherapie bei Krebserkrankungen angeführt werden. Es ist Aufgabe des beratenden Arztes, alle Vor- und Nachteile der jeweiligen Verfahren dem Patienten zu erläutern. Sehr wichtig sind in diesem Zusammenhang funktionierende Tumorzentren, bei denen alle Fachdisziplinen vertreten sind und die dem Patienten damit eine umfassende Beratung ermöglichen - wie zum Beispiel am Klinikum Augsburg.
Strahlenklinik
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Hilfsangebote
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Vielfältige Hilfsangebote - wir sind für Sie da
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Beratung und Hilfestellung - wir können in unserem Zentrum auf ein umfangreiches Angebot zurückgreifen.
Von Sozialdienst über ein breit gestreutes Angebot an Selbsthilfegruppen sowie Case-Management bis hin zur Seelsorge - wir beraten und vermitteln gerne. Viele unserer Partner befinden sich direkt im Hause und sind schnell und einfach erreichbar. Eine Zweigstelle der Bayerischen Krebsgesellschaft befindet sich im Hause. Gerade bei Brustkrebs kann auch eine genetische Beratung sinnvoll sein, um z.B. ein familiäres Risiko abzuklären. Die Vermittlung wird von unserer Klinik organisiert.
Des Weiteren finden regelmäßige Schulungen für krebserkrankte Patientinnen und deren Angehörige statt. Die aktuellen Termine finden Sie hier [klicken].
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