Anorektale Manometrie
Prinzip: Bestimmung des Verschlussdruckes Afters (Anus) und der Empfindungsschwelle des Mastdarmes (Rektum)
Indikationen
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Inkontinenz des Afters (Stuhlinkontinenz)
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Abklärung einer Obstipation (bei V.a. rektale Ursache)
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Beteiligung des Anorektums bei neurologischen Erkrankungen (spezielle Fragestellungen)
Vorbereitung
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Bei Obstipationsabklärung vorherige Durchführung eines Defäkogrammes empfehlenswert.
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Keine Abführmaßnahmen erforderlich!
Methodik
Ein mehrlumiger wasserperfundierter Messkatheter mit einem aufblasbaren Ballon an der Spitze wird in dann After eingeführt, wobei der Ballon im Mastdarm (Rektum) platziert wird. Zunächst werden Ruhe- und Willkürdruck (maximales Zusammenkneifen) des Afters gemessen. Dann wird der Ballon in definierten Schritten aufgeblasen. Dabei wird zum einen die Empfindungsschwelle des Rektums bestimmt, zum anderen aber auch die Reaktion des Afterschließmuskels auf Füllung des Mastdarmes getestet. Es wird auch die ausreichende Verschlussfunktion des Afterschließmuskels bei Füllung des Rektums und gleichzeitiger Druckerhöhung im Abdomen (Husten) getestet. Die Untersuchung gibt bei der Abklärung einer analen Inkontinenz wertvolle Hinweise auf die Pathogenese und läßt dadurch eine individuelle Therapieplanung zu. Bei der Obstipation können Aussagen über die Sensibilität des Rektums bei Dehnungsreizen gemacht werden, und eine gestörte Erschlaffung des Schließmuskels erkannt werden.



