Klinik für Nuklearmedizin

PET in der Onkologie

 

M. Hodgkin vor ChemotherapieDieser Patient leidet an einer speziellen Form von Lymphdrüsenkrebs (M. Hodkin).

In den senkrechten Schnitten (coronal) ist der Patient von vorne 'aufgeschnitten' zu sehen. Die Lunge erscheint 'leer', da dort im Vergleich zum übrigen Körper fast nur Luft vorhanden ist. Unter der Lunge ist gut die Leber mit ihrem dreieckigen Anschnitt zu erkennen. In der nächsten Reihe, zeigen die weiter hinten liegenden Schnitte einzelne Wirbelkörper. 

Auf Anhieb fallen zahlreiche dunkel gefärbte Lymphknoten am Halsansatz und hinter dem Brustbein auf, die wegen des Tumorbefalls einen deutlich erhöhten Glucosestoffwechsel aufweisen.

Am oberen Rand der Bilder ist gut der hohe Stoffwechsel des Gehirns, das ausschließlich Zucker 'verbrennt', zu sehen. 

 

Nach der Chemotherapie zeigt die zweite PET-Untersuchung keinen pathologischen Stoffwechsel mehr:

M. Hodkin nach Chemotherapie 

Die befallenen Lymphknoten haben sich vollständig zurückgebildet. Es ist kein Tumorgewebe mehr nachweisbar.

 

Was auffällt, ist das ringförmig konfigurierte Herz, das an diesem Untersuchungstag auch Glucose verstoffwechselt (das Herz kann Fettsäuren und Zucker 'verbrennen').