Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Sonderform: „upside-down-Magen“ bzw. „Thorax-Magen“

Neben Refluxpatienten werden auch Patienten mit upside-down-Magen bzw. Thorax-Magen behandelt. Bei dieser Erkrankung kommt es durch einen großen Zwerchfellbruch zu einem teilweisen oder kompletten Hochgleiten des Magens in die Brusthöhle. Dies ist häufig begleitet von Herz-/Kreislaufbeschwerden, Atemnot, Völlegefühl und Blutarmut.
Hier stehen sehr erfolgreiche operative Therapieoptionen in minimal-invasiver Technik zur Verfügung. Abhängig von Herniengröße und Beschaffenheit der Zwerchfellschenkel werden zur Gewebsverstärkung leichtgewichtige Kunststoffnetze am Hiatus implantiert.
Obwohl das Krankheitsbild relativ selten ist, konnten wir von 2003 bis 2011 insgesamt 170 Patienten mit upside-down-Magen erfolgreich behandeln, davon über 90% mit der „Schlüsselloch-Methode".
Zur Qualitätssicherung werden die Patienten nach bestimmten Zeitabständen nachuntersucht und die Ergebnisse in medizinischen Fachzeitschriften publiziert [Geissler B, Probst A, Anthuber M (2010) Chirurgische Therapie der paraösophagealen Hernien, Chir. Praxis 72: 239-248].


 
Röntgenaufnahme nach Kontrastmittelschluck bei partiellem upside-down-Magen
Röntgenaufnahme nach Kontrastmittelschluck bei komplettem upside-down-Magen
Röntgenaufnahme nach Kontrastmittelschluck
bei partiellem upside-down-Magen
Röntgenaufnahme nach Kontrastmittelschluck
bei komplettem upside-down-Magen