Operationsverfahren
Die Eingriffe werden minimal-invasiv über 5 ca. 0,5 -1 cm lange Schnitte vorgenommen („Schlüsselloch-Chirurgie“). In den Brustraum verlagerte Magenanteile werden in den Bauchraum zurück gebracht. Durch modernste Geräte können die Eingriffe blutarm vorgenommen werden. Der Zwerchfellbruch wird mit nicht auflösbarem Fadenmaterial vernäht (sog. hintere Hiatoplastik). Anschließend wird aus dem Magenfundus eine Manschette um den im Bauchraum befindlichen untersten Abschnitt der Speiseröhre geformt. Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass Magensaft in die Speiseröhre hochläuft. Es gibt zwei Manschettenformen, die 270°-Manschette nach Toupet und die 360°-Manschette nach Nissen. Durch Befreiung des Magenfundus von allen Verwachsungen zur Umgebung gelingt es praktisch immer, eine Manschette nach Nissen anzulegen. Diese darf ebenfalls wie die Hiatoplastik nicht zu eng gemacht werden, um Schluckbeschwerden (Dysphagie) zu vermeiden. Leichte Beeinträchtigungen beim Schlucken in den ersten 3 Monaten sind normal und bessern sich spontan. Stärkere Dysphagiebeschwerden sind selten, können aber durch eine Ballondehnung im Rahmen einer Magenspiegelung behoben werden.
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| 360° - Fundoplikatio nach Nissen | 270° - Fundoplikatio nach Toupet |



