Symptome der Refluxkrankheit
Sodbrennen, saures Aufstoßen und Rückfluss von Nahrung in den Mund sind die typischen Leitsymptome einer Refluxkrankheit. Häufig werden die Beschwerden durch bestimmte Speisen und Getränke verstärkt (Wein, Schokolade, Obstsäfte etc.). Durch Lageänderung wie Bücken („Schuhbandphänomen") oder Liegen kann die Symptomatik verstärkt werden. Durch den Reflux und dadurch bedingtes versehentliches Aspirieren von Mageninhalt in die Luftröhre sind sogar Reizungen der oberen Atemwege mit Heiserkeit und chronischem Husten möglich. Manchmal besteht jahrelang Asthma, welches erst durch Behandlung des Refluxes gebessert werden kann. Die aggressive Magensäure greift die sensible Schleimhaut der Speiseröhre an und kann hier zu Entzündungen (= Ösophagitis) führen. Die Gefahr sind Komplikationen wie Engstellen durch chronische Entzündung (peptische Stenosen), die Veränderung des normalen Speiseröhrenepithels (= Barrett-Ösophagus) bis hin zum Speiseröhrenkrebs (= Barrett-Adenokarzinom). Zunehmende Schluckbeschwerden eventuell zusammen mit Gewichtsverlust sind ein Alarmsymptom und bedürfen sofortiger Abklärung.
Die gastrointestinale Lebensqualität lässt sich mit einem Fragebogen gut bestimmen. Sie ist bei unbehandelten Refluxpatienten erheblich erniedrigt und liegt mit Werten < 100 im Bereich eines Rheumatikers oder schlecht eingestellten Diabetikers.
Typische Refluxsymptome:
- Retrosternales Sodbrennen
- Saures Aufstoßen
- Säure-Regurgitation (= Rückfluss von Nahrung oder Magensaft in den Mund)
Häufige unspezifische Symptome:
- Nichtkardialer Brustschmerz
- Schmerz im Oberbauch (im Rippenwinkel = Epigastrium)
- Brennen im Hals oder Rachen
- Häufiges Luftaufstoßen
- Schlechter Mundgeschmack und Mundgeruch
Reflux-assoziierte extraösophageale Symptome
- Chronischer Husten, z.T. asthmaartig
- Chronische Heiserkeit
- Globusgefühl ("Kloß im Hals")
- Schlafstörungen



