Was ist eine Refluxkrankheit?
Der lateinische Begriff Reflux bedeutet „Rückfluß". Bei der Refluxerkrankung funktioniert der Schließmechanismus zwischen Magen und Speiseröhre nicht mehr regelhaft. Als Folge läuft die scharfe Magensäure ungehindert in die Speiseröhre und verätzt die dortigen Schleimhäute. Zudem können durch aufsteigende Gase und Flüssigkeiten die oberen Atemwege, Stimmbänder und Nasennebenhöhlen gereizt werden.
Die Schleimhautveränderungen (sog. Refluxösophagitis) werden in unterschiedliche Grade eingeteilt und können sich bei schwersten Formen (Barrett-Ösophagus) sogar in bösartige Tumore umwandeln. Trotz Beschwerden verläuft bei schätzungsweise 60% aller Betroffenen die Refluxkrankheit ohne endoskopisch nachweisbare Speiseröhrenentzündung (non-erosive reflux disease = NERD).



