Institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Umwelthygiene

Labor Kinderkliniken

Beim Labor der Kinderklinik handelt es sich um eine Außenstelle des ILMU, dessen Räume direkt in der Klinik für Kinder und Jugendliche untergebracht sind.

Das Labor wird ganztägig von 08:00-16:00 betreut, bei Problemen steht ein Arzt des ILMU zur Verfügung. Um wichtige Basisuntersuchungen auch am Wochenende gewährleisten zu können, ist das Labor auch samstags von 09:00 - 12:00 mit einer MTA besetzt.

Pro Jahr werden ca. 44.000 Einzeluntersuchungen durchgeführt.

Das Leistungsspektrum des Labors orientiert sich direkt an den speziellen Bedürfnissen einer Kinderklinik.

Die hier durchgeführten Analysen werden an Apparaten bestimmt, für welche wenige Tropfen Blut ausreichend sind, so z. B. für die Blutbild- oder die Blutgasbestimmungen, wichtigen Basisanalysen bei Intensiv- oder onkologischen Patienten. Dadurch wird den kleinen Patienten die häufig täglich erforderliche und bei Früh- oder Neugeborenen sowie bei Säuglingen technisch oft schwierige Venenpunktion erspart und durch den weniger schmerzhaften "Pieks" in einen Finger oder die Ferse ersetzt.

Damit jüngere Kinder das unangenehme Erlebnis des Stichs nicht mit dem Pflegepersonal assoziieren, wird die kapilläre Blutentnahme auf Station im Regelfall durch die MTA des Labors durchgeführt. Ambulante Patienten kommen zur Blutentnahme direkt ins Labor. Durch die unmittelbar danach folgende Bearbeitung der Proben und den Wegfall längerer Transportzeiten liegt das Ergebnis innerhalb kürzester Zeit vor, so dass Wartezeiten für die Kinder und ihre Eltern verkürzt werden.

Ein ebenfalls speziell für eine Kinderklinik wichtiger Bereich des Labors sind Untersuchungen zur Diagnostik von bereits im Neugeborenen- oder Säuglingsalter manifest werdenden Stoffwechselerkrankungen wie die Mukoviszidose oder die Galaktosämie (Pilocarpin-Iontophorese, Beutler-Test).