Mediastinoskopie
Die Mediastinoskopie oder die Spiegelung des Mittelfellraums im Wesentlichen rund um die Luftröhre und die großen Bronchien ist ein diagnostisches Verfahren, das bei verschiedensten Lymphknotenerkrankungen angewandt werden kann. In einer Reihe von Fällen ist es trotz Vorhandensein eines PET´s in der nuklearmedizinischen Klinik unseres Hauses, unumgänglich, mit einem kleinen Eingriff, der durch einen etwa 3 bis 5 cm langen Schnitt, der in der Schlüsselbeingrube gemacht wird, Lymphknotengewebe zu gewinnen. Von vorrangiger Bedeutung ist die Untersuchung beim Bronchuskarzinom (Lungenkrebs), da sich, je nach Befall von Lymphknoten, die gesamte Behandlungsstrategie ändern kann. Sollten beispielsweise Lymphknoten in der Gegenseite des Tumors bereits tumorbefallen sein, so hat der Patient in aller Regel keinen großen Nutzen von einer Operation, er trägt lediglich das Risiko. So gesehen ist diese kleine Operation auch unter dem Aspekt der diagnostischen Sorgfalt ein wichtiges Instrument, das wir zur Verfügung haben.



