Herz-Lungen-Maschine
Abbildung: Eine historische und eine moderne Herz-Lungen-Maschine
Aufbau der HLM
Die Herz-Lungen-Maschine ist im sogenannten Modul-System aufgebaut. Auf der Konsole , die Netzteil und Notstromversorgung in sich birgt, stehen die Pumpenmodule. Je nach Bedarf werden in unserer Klinik 4 - 5 Pumpenmodule verwendet. Die elektronische Bedieneinheit, die Druck- und Temperaturanzeigen, verschiedene Steuerungsmodi, Sicherheitsdetektoren und Stoppuhren beinhaltet, ist über den Pumpenmodulen angebracht.
Kreislauf während der EKZ
Über
Kanülen und Schläuche, die in den großen Hohlvenen liegen, gelangt das Blut
passiv in das venöse Reservoir der Herz-Lungen-Maschine. Aus diesem Reservoir
wird das Blut über die arterielle Pumpe in den Oxygenator (künstliche Lunge)
gepumpt. Von dort wird es, nachdem Sauerstoff zugeführt und Kohlendioxid
entfernt wurde, über eine weitere Kanüle in die Aorta und somit den arteriellen
Kreislauf zurückgepumpt. Neben der arteriellen Pumpe werden noch weitere Pumpen
für die linksventrikuläre Entlastung und die Kardiotomiesaugung verwendet. Zu
Beginn der EKZ wird die Blutgerinnung mit dem Medikament Heparin aufgehoben.
Dadurch wird eine etwaige Gerinnselbildung im Oxygenator und in den Schläuchen
verhindert. Im übrigen kann alles im Operationsfeld anfallende Blut über Sauger
in das venöse Reservoir der HLM zurückgeführt werden, so dass der eigentliche
Blutverlust während der Operation minimiert wird.
Die extrakorporale Zirkulation mittels Herz-Lungen-Maschine kann über mehrere
Stunden aufrechterhalten werden. Sollte eine längerfristige EKZ nötig sein,
werden in unserer Klinik andere hochentwickelte Herzunterstützungssysteme
eingesetzt (siehe auch assist-devices).
Die Steuerung der HLM während eines kardiochirurgischen Eingriffes erfolgt durch
einen Mitarbeiter der Kardiotechnik, der in ständigem Kontakt mit dem Operateur
und dem Narkosearzt steht.



