Allergologie
Leitung:
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. F.-X. Brunner
OA Dr. K.-L. Bruchhage
Mitarbeiter:
OÄ Dr. Christine Abt
Termine:
Ganztags und nach Vereinbarung in der HNO-Ambulanz
Anmeldung:
Telefon: (0821) 400-7140
Liebe Patientin, lieber Patient,
in den letzten Jahren stieg die Zahl der allergisch Erkrankten weltweit immer mehr an. Allein in Deutschland leidet jeder fünfte Mensch an Allergien.
Was ist eine Allergie?
Unter dem Begriff der Allergie versteht man eine Überreaktion des Körpers auf bestimmte Stoffe in der Umwelt, wie Blütenpollen, (Haus-) Staub, Tierhaare und Hautschuppen, Schimmelpilze, Insektengifte, einzelne Nahrungsmittel und auch Medikamente. Diese Stoffe nennt man auch Allergene.
Wie äußert sich eine Allergie?
Die Folge dieser übersteigerten Reaktion ist, daß im Organismus Substanzen freigesetzt werden (z.B. Histamin), die in einzelnen Organen zu Entzündungen führen. Es kommt zu Niesattacken, Augentränen, Fließschnupfen, behinderter Nasenatmung, Husten, Atembeschwerden, Nesselfieber und zu Hautekzemen.
Diese vermeintlich harmlosen Symptome können sich im Laufe weniger Jahre zu einem Asthma bronchiale entwickeln. Bei einem Pollenallergiker kann es auch zu Kreuzreaktionen auf Nahrungsmittel kommen. Beispielsweise ist bei einem Birkenpollenallergiker eine Unverträglichkeit mit Steinobst (Apfel, Pfirsich, Kirsche) und Nüssen festzustellen, die sich als Rachen- und Gaumenjucken, Brennen im Mund und Schleimhautschwellung im Rachenraum und Kehlkopf äußert.
Durch die frühzeitige Erkennung einer allergischen Erkrankung und die adäquate Therapie durch einen Facharzt können nicht nur akute Beschwerden gelindert, sondern auch einer weiteren Verschlechterung entgegengewirkt werden.
Diagnostik
Unsere HNO-Klinik verfügt über moderne diagnostische und therapeutische Methoden, um allergische Erkrankungen des Atemtraktes frühzeitig zu erkennen.
Neben der ausführlichen Allergieanamnese, wird ein spezifischer HNO-Status in unserer Sprechstunde erhoben.
Für die allergologische Fragestellung werden verschiedene Tests durchgeführt:
- Hauttestungen: Prick-, Scratch- und Reibetest
- Provokationstest: Nasaler Provokationstest (Rhinomanometrie)
- Laboruntersuchungen: Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST), Spezifische IgE-Bestimmung
Therapie
Die wichtigste Behandlungsmaßnahme eines Allergikers ist die Vermeidung der in Frage kommenden Allergieauslöser.
Eine symptomatische medikamentöse Therapie mit DNCG, systemische/ topische Antihistaminika/ Glukokortikoide, kann bei bestimmten Ausprägungen der Allergie eingesetzt werden.
Eine gezielte Therapie bei Patienten, die Allergene nicht meiden können, ist nur eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) möglich.
Was ist eine Hyposensibilisierung?
Bei dieser Therapieform werden einer allergischen Person die für sie aktuellen Allergene so lange verabreicht, bis sie auf diese Allergene nicht mehr oder nur geringfügig mit allergischen Krankheitserscheinungen reagiert.
Wie wird eine Hyposensibilisierung durchgeführt?
Die Hyposensibilisierungslösung wird in der Regel anfangs wöchentlich, dann alle 4 Wochen unter die Haut gespritzt.
Wie lange dauert eine Hyposensibilisierung?
Die Behandlung bei der Langzeitimmunisierung dauert in der Regel 3 Jahre. Sie ist abhängig von der Verträglichkeit und dem Erfolg der Therapie. Auch eine Kurzzeitimmunisierung in nur 7 Wochen ist möglich.
Fazit
Eine Allergie bedeutet nicht nur eine Einbuße des Wohlbefindens und der Lebensqualität Es ist in erster Linie eine Erkrankung, die behandelt werden muß und kann, je früher, desto besser.



