Laryngektomie (Kehlkopftotaloperation)
Werde ich nach der Operation überhaupt wieder sprechen können?
Im präoperativen Gespräch ist dies eine häufig gestellte Frage. Aber auch nach einer totalen Entfernung des Kehlkopfes (Laryngektomie) gibt es Möglichkeiten der Stimmrehabilitation. In der logopädischen Therapie hat der Patient die Möglichkeit drei verschiedene Ersatzstimmen zu erlernen: mit der sogenannten Stimmprothese, mit der Ösophagus-Ersatzstimme (Ructusstimme) oder mit Hilfe einer elektronischen Sprechhilfe.
Stimmprothese
Schon während der Kehlkopfentfernung kann die chirurgische Stimmrehabilitation durchgeführt werden, bei der eine Verbindung zwischen Luft-, und Speiseröhre geschaffen wird. Mit einer Ventilprothese aus Silikon können dann bei der Ausatmung Schleimhautfalten am oberen Ende der Speiseröhre zum Schwingen gebracht werden. Diese Ersatzstimme wird von den Patienten relativ schnell erlernt, allerdings ist die chirurgische Stimmrehabilitation nicht in allen Fällen möglich.
Elektronische Sprechhilfen
Die Sprechhilfe ist ein Ersatz für die fehlenden Stimmlippen. Sie erzeugt Schallschwingungen, die beim Aufsetzen des Gerätes an den Hals in den Mund-, Nasen- und Rachenraum geleitet werden und sie durch die gewohnten Sprechbewegungen in Sprache formen.
Ösophagusstimme
Die Speiseröhre ist ein schmaler, dehnbarer Muskelschlauch, sie nimmt als Ersatzwindkessel etwa 70-80 ml Luft auf. Am oberen Ende der Speiseröhre befindet sich ein Ringmuskel, den man mit der Zeit durch Übung willkührlich zusammenziehen und entspannen lernen kann. Der Ringmuskel wie auch andere Muskelgewebe und Schleimhautfalten sind an der Tonbildung beteiligt. Der Ton klingt dann ähnlich wie beim Rülpsen.
(aus Wegweiser für Kehlkoplose von J. Foertsch und A. Weiße-Albrtecht)



