Nasennebenhöhleneingriffe
Was sind Nasennebenhöhlen?
Die Nasennebenhöhlen des Menschen (Stirn-, Kiefer-, Keilbeinhöhle und Siebbeinzellen) sind lufthaltige Räume die über enge Ausführungsgänge Kontakt zur Nasenhaupthöhle haben.
Durch einen viralen/ bakteriellen Infekt, eine allergische Rhinitis oder anatomische Veränderungen kann es zu einer Verlegung der Drainagewege kommen.
Die Störung der physiologischen Ventilation und Drainage kann zu einer chronischen Entzündung der Nasenschleimhaut und auch zur Entstehung von Zysten/ Polypen in den Nasennebenhöhlen führen.
Typische Beschwerden sind Naselaufen, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Geruchsstörungen.
Von einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung spricht man wenn die Beschwerden nicht länger als 4 Wochen persistieren.
Eine Beteiligung der unteren Luftwege (Sinubronchiales Syndrom) aber auch entzündliche Folgeerkrankungen an Augen und Gehirn kommen vor.
Bestehen die Beschwerden länger als 8 Wochen oder in mehr als 4 Episoden/Jahr handelt es sich um eine chronische Sinusitis.
In Deutschland leiden ca. 10 % der Bevölkerung an einer chronischen Sinusitis
Welche Untersuchungen werden durchgeführt?
Die Basisdiagnostik umfasst neben Anamnese und klinisch endoskopischer Untersuchung die Durchführung einer coronaren Computertomographie, Allergiediagnostik und Rhinomanometrie.
Wie wird die Operation durchgeführt?
Eine sofortige Operation sollte angestrebt werden wenn akute medikamentös nicht beherrschbare Entzündungen bzw. Komplikationen (Übergreifen auf das Auge) vorliegen.Bei einer chronischen Nebenhöhlenentzündung, Zysten oder Polypen hilft die operative Eröffnung der Ausführungsgänge sowie die Entfernung der kranken Schleimhaut die Beschwerden in den allermeisten Fällen zu beheben.
Die Operation wird in einer Vollnarkose durchgeführt.
Postoperativ werden beide Nasenhaupthöhlen austamponiert. Diese Tamponaden werden in der Regel nach 2 Tagen entfernt.
Welche Risiken gibt es?
- Nachblutungen
- Wiederauftreten der Beschwerden durch erneute chronische Entzündung oder Nachwachsen der Polypen
- Wundinfektionen
- Selten ein Störung des Geruchsinns
- Extrem selten sind die Verletzungen der Schädelbasis oder des Auges



