Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie

Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltraktes

Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltraktes


Operationen am Ösophagus

gutartige Erkrankungen

  • Ösophagusdivertikel
  • gutartige Ösophagustumore
  • chronische Refluxerkrankung

bösartige Erkrankungen

  • Ösophaguskarzinom
  • Karzinome des ösophagogastralen Übergangs  

Operationen am Magen und Duodenum

gutartige Erkrankungen

  • Komplikationen gastroduodenaler Ulzera
  • Ulkusperforation
  • Ulkusblutung

bösartige Erkrankungen

  • Magenkarzinom
  • Karzinome des ösophagogastralen Übergangs
  • gastrointestinale Stromatumore (GIST)


Die Chirurgie des oberen Gastrointestinaltraktes stellte über die vergangenen 20 Jahre einen Schwerpunkt der operativen Tätigkeit dar. Mit hoher Frequenz und ausgezeichneten Ergebnissen wurden vom früheren Chefarzt der II. Chirurgie, Herrn Prof. Dr. Jens Witte, entsprechende Eingriffe durchgeführt und die II. Chirurgie konnte sich dadurch lokal, regional und auch überregional einen besonders guten Ruf erarbeiten.

Im Bereich der Ösophaguschirurgie wird das gesamte operative Spektrum angeboten, von limitierten Resektionen bei Frühstadien von Adenokarzinomen des distalen Ösophagus (OP nach Merendino) bis hin zu ausgedehnten Zweihöhleneingriffen mit intrathorakalem oder zervikalem Anschluss mit Ersatzmagen oder Koloninterposition. Dabei kommen in fortgeschrittenen Fällen neoadjuvante und adjuvante Therapiestrategien zum Einsatz, die in interdisziplinärer Kooperation mit der Klinik für Strahlentherapie (Chefarzt PD Dr. G. Stüben), der II. Medizinischen Klinik (Chefarzt Prof. Dr. Günther Schlimok), der III. Medizinischen Klinik (Chefarzt Prof. Dr. Helmut Messmann), der Klinik für Diagnostische Radiologie (Chefarzt Prof. Dr. Klaus Bohndorf) und dem Institut für Pathologie (Chefarzt Prof. Dr. Hans Arnholt) abgesprochen werden. Betroffene Patienten werden in der dreimal wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz ausführlich mit allen Befunden besprochen und das therapeutische Procedere wird bindend festgelegt. Darüber hinaus erfolgt frühzeitig die Vorstellung in der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin (Chefarzt Prof. Dr. Hellmuth Forst) zur Evaluierung des perioperativen Risikos auf Grund ggf. vorhandener Begleiterkrankungen.

Auf dem Gebiet der therapierefraktären Refluxerkrankung konnte in den vergangenen 6 Jahren die laparoskopische Fundoplikatio mit großem Erfolg etabliert werden. Diesbezüglich besteht eine enge Kooperation mit der III. Medizinischen Klinik, wo betroffene Patienten präoperativ umfangreich diagnostiziert (ÖGD, Ösophagusmanometrie, 24-Stunden-pH-Metrie) und für den Eingriff vorbereitet werden. Auch epiphrenische Ösophagusdivertikel oder gutartige Ösophaguswandtumore (z. B.: Leiomyome) können heute in Abhängigkeit vom Einzelfall laparoskopisch oder thorakoskopisch erfolgreich abgetragen werden.

Die Magenchirurgie stellt sich in der heutigen Zeit, mit Ausnahme der Notfälle durch die gastroduodenale Ulkuskrankheit, nahezu ausschließlich nur noch als Karzinomchirurgie dar. Diesbezüglich wird die gesamte Breite der operativen Möglichkeiten angeboten, reichend von der subtotalen Magenresektion bis hin zur Gastrektomie, transhiatalen Gastrektomie und schließlich auch multiviszeralen Resektionen in Fällen von in Nachbarorgane infiltrierende Tumoren (Milz, Pankreas, Leber, Zwerchfell). Entsprechend den Leitlinien wird bei allen nicht T1-Tumoren eine systematische Lymphadenektomie des Kompartments II standardmäßig durchgeführt. 

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