Klinik für Nuklearmedizin

Für Patienten

Skelettszintigramm

Was ist Nuklearmedizin?
Diagnostik und Therapie mit radioaktiven Stoffen.

Beispiele

Bei der Skelettszintigraphie wird ein Tracer verwendet, der sich an die Knochensubstanz anlagert. Damit kann der Knochenstoffwechsel sichtbar gemacht werden. Bilden sich Metastasen eines bösartigen Tumors, so ist am Entstehungsort häufig der Knochenstoffwechsel erhöht. Andere Ursachen für eine Erhöhung des Knochenstoffwechsels sind z.B. Entzündungen (bakteriell oder z.B. bei chronischer Polyarthritis), Abnutzungserscheinungen oder auch Traumata (Brüche oder Prellungen).

 

 

 


Heisser KnotenBei der Radiojodtherapie der Schilddrüse macht man sich die Tatsache zunutze, daß die Schilddrüsenzellen über eine 'eingebaute Jodpumpe' verfügen. So kann die Konzentration von Jod in der Schilddrüse durch diesen aktiven Transport bis zu 500 mal so hoch sein wie im Blut.

Hat ein heißer Knoten der Schilddrüse zur Überfunktion geführt, so wird über die Hirnanhangdrüse, die dann kein schilddrüsenstimulierendes Hormon mehr ausschüttet, die Tätigkeit der Schilddrüse gebremst.
Heiße Knoten gehorchen diesem Regelkreis nicht und nehmen weiterhin Jod auf, um Hormon zu produzieren. Gibt man nun radioaktives Jod 131, so wird dieses im heißen Knoten konzentriert. Durch die Betastrahlung von Jod 131 (mittlere Reichweite im Gewebe ca. 1/2 mm) wird der Knoten von innen heraus soweit bestrahlt, dass er nicht mehr funktionsfähig ist. Das gesunde Gewebe, das während der Therapie stillgelegt war, wird dann wieder normal funktionieren.

Bild: heißer Knoten (rot) im rechten Schilddrüsenlappen vor Therapie.

 

nach TherapieNacher

 

 

 

 

Ein halbes Jahr nach der Therapie ist der heiße Knoten nicht mehr als solcher erkennbar, da seine Zellen durch die Strahlung sterilisiert wurden und nach und nach absterben. Der Knoten verschwindet nicht ganz sondern wird in der Regel deutlich kleiner und besteht dann nur noch aus vernarbtem Gewebe.