Institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Umwelthygiene

Ziele / Grundprinzipien

Höchste Priorität in der Qualitätspolitik des ILMU hat die Richtigkeit der erbrachten qualitativen und quantitativen Laborergebnisse, da hiervon wiederum die Richtigkeit diagnostischer und therapeutischer Entscheidungen abhängt. Diese Richtigkeit wird im Rahmen der Schwankungsbreiten erbracht, die in den RiliBÄK vorgegeben sind oder - bei nicht RiliBÄK-pflichtigen Verfahren - von der Leitung des ILMU festgelegt wurden.

Abweichungen von diesem Postulat sind ausschließlich bei Eilanforderungen zugelassen. Hier kann die Bereichsleitung unter Konditionen der dringlichen Nothilfe auch Analysen bedingt freigeben, bei denen nicht alle Richtigkeitskriterien erfüllt sind (z.B. eine von mehreren Richtigkeitskontrollen liegt außerhalb des zulässigen Bereichs). Eine Überprüfung des Messsystems und der Werte wird aber umgehend durchgeführt und eventueller Korrekturbedarf mitgeteilt.

Die zweithöchste Priorität hat die Geschwindigkeit der Leistungserbringung. Alle Laboranforderungen werden innerhalb eines definierten Zeitrahmens bearbeitet. Dieser Zeitrahmen liegt bei Eilanforderungen je nach Parameter und Dringlichkeit (z.B. Lebensgefahr) zwischen 10 und 90 min. Der größte Teil der Routine-Untersuchungen wird arbeitstäglich erbracht, seltene Untersuchungen werden - von wenigen Ausnahmen abgesehen - möglichst einmal pro Woche durchgeführt. 

Weitere Vorgaben der Qualitätspolitik des ILMU sind: 

  • Ein erheblicher Anteil der Laborparameter, zum Teil sehr spezielle Analysen, werden bei entsprechender klinischer Indikation von qualifiziertem Personal Tag für Tag rund um die Uhr erbracht.
  • Die Übersichtlichkeit der Befundgestaltung wird weiter verbessert. Wenn erforderlich oder vom Anforderer gewünscht, werden die Laborwerte von der Bereichsleitung beurteilt. Es werden alle Anstrengungen unternommen, dass kompetente Ansprechpartner im ILMU auf kurzem Wege erreichbar sind.
  • Die Leistungsanforderung soll so einfach wie möglich erfolgen.
  • Die Kompetenz, Zuverlässigkeit und Kundenfreundlichkeit des Personals soll weiter verbessert werden. Durch die Einrichtung eines Beschwerde- und Informationsmanagers wird eine schnelle, qualifizierte Bearbeitung von Beschwerden und Rückfragen erreicht.
  • Die Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung soll weiter erhöht werden.
  • Die Weiterbildung und Schulung sowohl der im ILMU tätigen Mitarbeiter, wie auch der Ärzte und des Pflegepersonals des Klinikums auf allen laborrelevanten Gebieten wird weiter ausgebaut und gefördert.
  • Durch eine laufende Modernisierung der Laborgeräte und der Labor-EDV wird die Ausfallssicherheit verbessert bzw. die bestehende Datensicherheit und -dokumentation verstärkt.
  • Die Einhaltung der wichtigsten Qualitätsziele werden von den QMB, der Labor- und den Bereichsleitungen regelmäßig quantitativ durch entsprechende Messungen oder, wenn dies nicht möglich ist, qualitativ durch Befragungen überprüft.